Zigaretten als Kulturgut

Schon bei den Ureinwohnern waren Zigaretten bekannt

Schon bei den Ureinwohnern waren Zigaretten bekannt

Seit der Entdeckung der beiden amerikanischen Kontinente durch Christoph Kolumbus im 14. und 15. Jahrhundert sind Tabakzigaretten auch in Europa heimisch. Die indigene Bevölkerung von Teilen Südamerikas kannte schon lange die Gewohnheit, Tabakblätter ineinander zu rollen und zu rauchen. Über Kolumbus kam dieses Genussmittel nach Europa, wo es sich rasch ausbreitete. Trotz Versuche der staatlichen Obrigkeiten, den Tabakkonsum einzudämmen, blieb dies ohne Erfolg. Da der Kampf gegen dieses Genussmittel schließlich aussichtlos schien, erhoben viele europäische Staaten eine Steuer auf importierten Tabak, um wenigstens daran zu verdienen. Im 19. Jahrhundert rauchten bereits weite Teile der europäischen Bevölkerung Zigarettentabak.
Die Geschichte des Tabakkonsums geht also weit zurück in die Vergangenheit, wobei dieser in Europa schon seit knapp 500 Jahren bekannt ist.

die elektrische zigarette

Zigarettentabak war schon bei Ureinwohnern bekannt

Die indigene Bevölkerung Südamerikas praktizierte den Gebrauch von Tabakblättern aber schon wesentlich länger; wie lange genau, das lässt sich nicht mehr feststellen. Tabak stellt somit ein Kulturgut dar, den daran sind viele angenehme Beschäftigungen geknüpft: Entspannung in Stresssituationen, Unterhaltung mit Freunden, die Zigarette zum Feierabendbier und vieles mehr. Dass sich Zigaretten so lange und trotz aller staatlichen Reglementierungsversuche früher und heute als Genussmittel gehalten haben, spricht für ihre Qualität als ein Genussmittel. Mit Zigaretten werden einfach angenehme Empfindungen verknüpft, auch wenn ein Teil dieses angenehmen Erlebnisses aus der kurzzeitigen Beseitigung der Nikotinsucht rührt. Die Tatsache, wie rasch sie sich ausgebreitet haben, nachdem sie einmal eingeführt wurden, zeigt, dass Zigaretten ähnlich wie Wein oder Bier dazu beitragen, dem Leben schöne Seiten abzugewinnen. Ein Plausch in der Raucherecke, wo viele sich kennenlernen, gemeinsam mit Freunden „mal eben eine rauchen gehen“ – all dies sind Verhaltensmuster, die so tief verwurzelt sind, dass steuerliche Sanktionen durch den Staat beinahe ohne Wirkung bleiben. In Deutschland raucht nach wie vor rund ein Viertel der Bevölkerung regelmäßig Tabak in einer Form: als Filterzigaretten, als „Gestopfte“, als Selbstgedrehte, als Zigarillo oder Zigarre, etc. Es gibt viele Varianten, in denen Tabak konsumiert wird, wobei quasi für jeden die richtige Form dabei ist.

Rauchen von Tabakzigaretten beginnt schon in frühen Jahren

Viele Jugendliche rauchen

Viele Jugendliche rauchen

 

Erstaunlich ist auch, dass trotz vielfacher Warnungen in jeder Generation viele junge Leute anfangen zu rauchen und an der Zigarette eben doch mehr dran sein muss als nur in Papier gewickelter Tabak – in der Tat stehen Zigaretten für eine Art Lebensgefühl, sie sind de facto Kulturgut. Sie gehören zur Gruppendynamik von ganzen Bevölkerungen,

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sind länderübergreifend und kontinental übergreifend und ignorieren soziale Schichten. Ob eine über 500-jährige Tradition einfach durch Steuern ausgemerzt werden kann, ist mehr als fraglich; nachdem das neue verschärfte Rauchverbot vor Kurzem in Kraft trat, ärgerten sich viele Wirte, weil sie eben wissen, wie sehr die Zigarette zum gesellschaftlichen Leben dazugehört. Viele haben Schlupfwinkel im Gesetzestext gefunden und lassen ihre Gäste daher nach wie vor unbehelligt in ihren Kneipen rauchen. Weil es eben dazugehört.

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